Zollikon Zumikon

Doppeltes ­Aushänge-Schild

Wer in Zollikon gut essen will, hat die Qual der Wahl. Sowohl die «Trube», als auch das «Rössli» bekamen 14 Punkte
im aktuellen «Gault Millau».

Besonders überraschend kam diese Auszeichnung für das Trube-Team Assanee ­Meguid und Stefano Eggenberger. Immerhin haben die beiden Gastronomen erst im Dezember 2017 das Traditionsrestaurant Trube übernommen und frischen Wind durch die Küche wehen lassen. ­Einen feinen Wind, keinen Sturm, der alles durcheinanderwirbelt. So setzten sie von Anfang an auf Traditionsküche mit dem gewissen Etwas. Neben den bodenständigen Angeboten gibt es auch Einflüsse aus der mediterranen und asiatischen Küche. «Die Gastgeber bekommen den Spagat zwischen ­urbaner Trendgastronomie und ­gepflegter Bürgerlichkeit fürs ­Goldküstenpublikum perfekt hin», heisst es im renommierten Gastroführer. Für die beiden erst 28-jährigen Gastgeber ist die Auszeichnung Bestätigung und Antrieb. «14 ist ja genau die Hälfte unseres Alters. Das passt doch», lacht Stefano Eggenberger. Das deutet natürlich an, dass mit steigendem Alter auch die Anzahl der Sterne steigen soll. «Wir sind auf jeden Fall stolz, diese uszeichnung schon in so jungen Jahren erhalten zu haben», fügt Stefano Eggenberger an. Zu verdanken sei das vor allem Küchenchef Claudio Obrecht und dessen Team. Seit vergangenem Mai steht der Koch in Zollikon am Herd. Zuvor war er international tätig und kochte auch schon in einem Restaurant mit 19 Punkten.

Freude herrschte nach der Veröffentlichung des «Gault Millau» auch ein paar Schritte weiter: im «Rössli». Bislang durfte sich das Restaurant mit 13 Punkten schmücken, nun sind es ebenfalls 14. «Ich hatte schon ein bisschen darauf gehofft», erklärt Besitzerin Janine Meili ganz frei. Wann genau der Testesser bei ihr zu Besuch war, weiss sie nicht. «Der Besuch ist nur in den absoluten Spitzenrestaurants mit 18 oder 19 Punkten vorher bekannt», weiss sie. Besonders freut sie sich für ihren Koch Filipe ­Almeida. Der hat eine richtige Tellerwäscher-Karriere hingelegt. Als der Portugiese in die Schweiz kam, konnte er nicht kochen und kein Wort Deutsch. Mittlerweile hat er das Handwerk von der Pike auf gelernt und bekocht die Gäste des «Rössli» seit zwölf Jahren. «Filipe Almeida ist – trotz seiner Ausbildung – auch ein hervorragender Autodidakt, der uns immer wieder überrascht.» (bms)

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