Zumikon

«Das Freizeitzentrum macht Zumikon grösser»

Zum 40. Geburtstag des Freizeitzentrums Zumikon (FZZ) gab es ein Rund-um-Programm für alle Altersklassen und jede Menge Glückwünsche.

Ein 40. Geburtstag sollte so richtig gefeiert werden: Man hat schon das nötige Durchstehvermögen und noch die notwendige Kraft. Daran hielt sich der Freizeitverein Zumikon vergangenen Samstag. Den ganzen Tag über wurde am und im Zumi-Treff, auf dem Güggelplatz und auch auf dem Dorfplatz der Geburtstag gewürdigt.

«Als der damalige Verein am Anfang Räume im alten Gemeindehaus bekam, hätte wohl niemand gedacht, dass wir vier Jahrzehnte später immer noch – oder wieder – da sind», erinnerte Brigitte Clénin Hering, Präsidentin des Vereins, in ihrer kurzweiligen Ansprache. Angefangen hatte alles 1979 mit der Gründung von «Jugend und Freizeit». Zur Gründungsversammlung kamen immerhin fast hundert Frauen und Männer. «Den Zumikern war schon damals nicht egal, was in der Gemeinde läuft», unterstrich Brigitte Clénin Hering. Sie bedankte sich dabei nicht nur bei der Gemeinde und den Kirchengemeinden für die Unterstützung, sondern auch bei den vielen Freiwilligen, ohne die der Verein nicht bestehen könne. «Allein 1900 Stunden wurden im vergangenen Jahr ehrenamtlich geleistet», sagte sie.

Legendäre Disco-Nächte

Auch von Freiwilligen waren seinerzeit die legendären Disco-Nächte organisiert worden. «Vielleicht ist ja sogar der eine oder andere hier, der damals mit von der Partie war», mutmasste sie. Und die FZZ-Präsidentin lag richtig. Outete sich doch Gemeindepräsident Jürg Eberhard als einer der damaligen Disco-Besucher. Er übermittelte nicht nur die Glückwünsche der Gemeinde, sondern sagte auch offen, dass er stolz auf das Angebot sei: «Das Freizeitzentrum macht Zumikon grösser.» Er, der selber auch schon im Vorstand des Vereins war, betonte aber auch, wie wichtig es sei, dass der Verein eigenständig sei. Nur so könne er flexibel auf notwendige Anforderungen reagieren. «Was ich besonders schön finde: Jeder, ausnahmslos jeder, ist hier immer willkommen.» Und so bedankte er sich vor allem bei der Bevölkerung, die durch ihr Kommen und ihre Unterstützung diese Erfolgsgeschichte möglich machte. Die Zahlen, die diese Aussage untermauerten, brachte Dennis Padel, Leiter des Freizeitzentrums. So konnte er berichten, dass die Holzwerkstatt allein im vergangenen Jahr 2,5 Tonnen Material verbraucht hat. Die Keramikwerkstatt brachte es auf 900 Kilo Ton.

Auch der Bereich der Privatvermietungen boome. An 128 Abenden seien Räume des FZZ 2018 vermietet gewesen. Dies richtete den Spot auf das Café Fisch­vogel – das Aushängeschild des Vereins und Zumikons Treffpunkt schlechthin. «Als ich meine Stelle antrat, habe ich sofort gesagt, dass ein Café nur mit Ehrenamtlichen nicht funktionieren kann», erinnerte sich Dennis Padel, der ja immerhin ausgebildeter Koch ist und sich in der Gastronomie auskennt. Heute weiss er: Es kann. Und wie. Den ganzen Tag über wurden im Café Suppen, Tartes, Frühlingsrollen, Gemüsetaschen und Kuchen vom Feinsten serviert.

Brigitte Clénin Hering, Jürg Eberhard und Dennis Padel hatten sich bei der Vorbereitung ihrer Reden wohl alle gesagt: kurze Rede, lange Feier. Und so wurde der Tag begangen. Vor und im Café kam es zu vielen Begegnungen, im Saal präsentierten sich die verschiedenen Kurse von Hip-Hop über Ballett bis zu mexikanischem Tanz.

Chügelibahn und Güggelplatz

Auf dem Dorfplatz entstand derweil unter Anleitung von Regula Wolfensberger, Beat Blum und den Jugendarbeitenden eine grosse Chügelibahn. Da wurde gesägt, gebohrt, getöpfert, gemalt – und auch mal geflucht. Für Eltern mit kleineren Kindern war der Güggelplatz die Anlaufstelle. Hier ging der Familienanlass über die Bühne und konnte auch Geburtstag feiern. Schon zum zehnten Mal stellten engagierte Zumiker Mütter diesen bunten Tag zusammen. Da wurden Muffins verziert, Turnbeutel selber gestaltet, in der Holzwerkstatt wurde gebastelt, bunte Fahnen wurden gefertigt und natürlich gab es auch einen Stand zum Schminken. Ein kleiner Bub liess sich gleich fünf schlimme Verletzungen auf die Haut zaubern. Papa schickte das Bild spontan an Mama – die sich aber nicht hinters Licht führen liess. Popcorn, Kuchen und Getränke sorgten dafür, dass alle Mädchen und Jungs auch genug Power für alle Stände hatten. Die Mütter konnten derweil noch einen Abstecher zur Börse des Frauenvereins machen, der spontan einen Ausverkauf auf dem Dorfplatz anbot.

Während es nach und nach ruhiger auf Dorf- und Güggelplatz wurde, wurde es im Zumi-Treff umso lauter. Zu einem Fest gehört Musik. Anna-Sophia und Gantenbein machten einen eher melodischen und verträumten Auftakt. Dann schlug die Stunde von «Black ­Salad». Mit rockigen Klängen und vielen Fans vor der Bühne ging eine Geburtstagsparty zu Ende, die wirklich für jeden Besucher etwas geboten hatte. Das ist das Motto des Zumiker Freizeitvereins: für alle da sein. (bms)

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