Zumikon

Neues Ladenkonzept und Einkaufsgefühl

Der neue Coop in Zumikon überzeugt mit einem neuen Ladenkonzept: mehr Regionalität, mehr Platz, weniger Werbung, grosszügige Präsentation des Angebotes. Die Zumiker Filiale wird zum Vorbild für den Umbau weiterer Filialen.

Betritt man den neuen Coop im Ortsteil Waltikon, fällt zuerst das grosszügige Raumangebot auf. Der Kunde hat reichlich Platz, um durch den Laden zu schlendern. Und er hat den Überblick. Denn die Verkaufsgestelle sind nicht mehr so hoch wie bisher. «War bisher das oberste Produkt auf rund zwei ­Metern Höhe, so ist es neu auf ­ungefähr 1,78 Metern platziert», erklärt Roger Vogt, Leiter der Verkaufs­region Nordwestschweiz-Zentralschweiz-Zürich der versammelten Presseschar. «Dadurch ist auch der Überblick viel besser.» Und auch die Decke kommt angenehm werbefrei daher. Keine störenden Rotairs und Aktionshinweise machen den Raum kleiner. So kommt tatsächlich eine «Marktstimmung» auf, die Inhalt des innovativen Konzeptes ist, das im neuen Coop in Zumikon zum ersten Mal umgesetzt wird. Im nächsten Jahr werden über 40 Läden nach diesem umgebaut.

Die einzelnen Rayons sind in regionalem Dialekt angeschrieben. So heisst die Käseabteilung beispielsweise «Chäs Hüsli», die Metzgerei «Eusi Metzg». In eine Backstube ­versetzt fühlt sich, wer die Brotab­teilung betritt, die sich gleich im Eingangsbereich befindet. Eine Backsteinmauer und zwei Backöfen verstärken diesen Eindruck. Das vielseitige Brotangebot wird mehrheitlich vor Ort frisch gebacken. Dass auch die Produktauswahl auf die Region abgestimmt ist, wird auch bei der Wein- und Bier-Abteilung ersichtlich. «In Zumikon führen wir rund sieben regionale Biermarken», erklärt der Verkaufsleiter. Und auch die Weinauswahl ist überzeugend, wird übersichtlich präsentiert und lädt zum Degustieren ein.

Hochwertiges Angebot

Auch das Angebot von Fleisch und Fisch ist überdurchschnittlich hochwertig und klar der anspruchsvollen Kundschaft der Goldküste angepasst. Die Verkaufstheken seien tiefer als üblich, um die Übersicht zu erleichtern und den Kundenkontakt zu fördern, erklärt Roger Vogt. Ein Blick in den Tiefkühler zeigt, dass auch das abgepackte Angebot viel Nicht-Alltägliches bietet – da warten beispielsweise Bison-Filets auf ihre Käufer. Die neuen Tiefkühler sparen übrigens auch Energie. Und LED-Leuchten sorgen für ein angenehmes Licht. Neu kommen auch die Preisschilder daher, die allesamt elektronisch sind. Der Detailhändler kann so den Papierverbrauch reduzieren.

Rollstuhlgängige Kassen

Der Kassenbereich ist ebenfalls neu designt. Die Laufbänder an der Kasse sind länger als früher, sodass nun alle Einkäufe aufs Band gelegt werden können. Dazu ist eine Kasse tiefer angelegt, damit sich der Einkauf auch für Rollstuhl-Benutzer angenehmer gestaltet. Bei dieser Kasse ist auch der Durchgang breiter – eine Erleichterung für Eltern mit Kinderwagen. Diese werden eine weitere Änderung positiv wahrnehmen: In den Regalen vor der Kasse liegen keine süssen Überraschungen auf Kinderhöhe mehr auf. Wer es eilig hat, benutzt einfach eine der Self-Checkout-Stationen. Und kann nachher auf dem Holzbänkli verschnaufen. Alles in allem überzeugt das neue Marktkonzept mit dem grosszügigen Platzangebot und dem «aamächelig» präsentierten Angebot. (wn)

Anzeige