Zumikon

Das alte Gemeindehaus erstrahlt in neuem Glanz

Ende Mai war es so weit – das renovierte alte Gemeindehaus wurde mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht. Der Frauenverein und das Freizeitzentrum feierten die Eröffnung gemeinsam mit der Bevölkerung und Vertretern der Behörden.

Der Gemeinderat war in beschlussfähiger Anzahl anwesend. Gemeindepräsident Jürg Eberhard war mit Gattin Denise gekommen, ausserdem waren der federführende Vorsteher Liegenschaften, Thomas Epprecht, und seine Vorgängerin Milena Danielsen da, die das Projekt aufgegleist und vor die Gemeindeversammlung gebracht hatte, weiter Hochbauvorstand Marc Bohnenblust und der Vorsteher Gesellschaft, Christian Dietsche. Natürlich waren auch die Präsidentin des Frauenvereins, Annelies Bachofen, und die Leiterin des Freizeitzentrums, Monica Cirocco, anwesend. Der Frauenverein hatte zur Eröffnung seine Börsen bereits vom Provisorium im Thesenacher ins oberste Geschoss an der Dorfstrasse gezügelt und verkaufte dort Spielzeug und Kleider. Das Freizeitzentrum hatte die Cafeteria eingerichtet. Die Spielräume in den Zwischengeschossen mit Billardtisch und «Töggelikasten» warteten auf erste Spieler – kurz, das neue Haus war funktionsfähig. Davon überzeugten sich am Eröffnungstag viele Zumikerinnen und Zumiker – und eigentlich alle waren entzückt über das Schmuckstück, das sich ihnen präsentierte.

Cafeteria mit Charme

Die Cafeteria ist hell und lichtdurchflutet. Zum schönen Holzboden und den holzverkleideten Wänden passen die Holztische und die hölzernen Occasionsstühle perfekt. Das alles verleiht dem Raum den Charme eines Bahnhofbuffets aus dem letzten Jahrhundert – es ist «heimelig» geworden. Auch der Raum gegenüber mit der grossen Spiegelfront, der auch für Tanzaufführungen geeignet ist, präsentiert sich licht und hell. Er kann auch für private Zwecke gemietet werden. In den oberen Etagen, wo der Frauenverein seine Börsen eingerichtet hat, herrschte geschäftiges Treiben. Die Auswahl war überwältigend, und alles war schön übersichtlich angeordnet. Es ist dem Frauenverein wirklich zu gönnen, dass vor allem die Damen der Spielzeugbörse jetzt einen attraktiveren Arbeitsplatz haben. Sie sind aus dem muffigen, fensterlosen Keller unter das Dach gezogen, mit schönem Blick auf Zumikon. Die ersten Kinder sind bereits dabei, die Spielzeuge zu testen, während Myrtha Lanker an einem Elektroauto «herum mecht».

Budget eingehalten

Zu einer Einweihung gehören Reden. Also trat Thomas Epprecht in Aktion und dankte den Zumikern, dass sie seinerzeit Ja gesagt haben zum Umbau. Und er dankte Amtsvorgängerin Milena Danielsen, dass sie sich für die Neunutzung so eingesetzt hatte. Er sei stolz, meinte Thomas Epprecht, dass das Budget trotz eines Wasserproblems eingehalten worden sei. Einziger Wermutstropfen sei die Busschleife. Deren Neugestaltung würde eine knappe halbe Million Mehrkosten verursachen, weil sich Probleme im Zusammenhang mit dem Forchbahntunnel ergeben.

Vom Schulhaus zum Begegnungszentrum

So aber feierte Zumikon den gelungenen Umbau. Wenn dann noch das Busproblem gelöst und das «Gartenrestaurant» vor dem Haus eröffnet und belebt ist, dann wird dieses kleine Zentrum voller Leben ein geselliges Tor zum Dorfzentrum sein. So steht das alte Gemeindehaus wieder der ganzen Bevölkerung offen. Sein Werdegang ist ja erstaunlich. Vom ursprünglichen Schulhaus wurde es zum Gemeindehaus umfunktioniert, bis es nach dem Neubau am Dorfplatz vor 40 Jahren als «Wohnraum für Notfälle» diente. Man darf gespannt sein, welchen Namen die Bevölkerung dem neuen Haus geben wird. Der Zumiker wird über die oder den Wettbewerbsgewinner orientieren. (wn)

 

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