Zollikon Zumikon

Sportliche Gemeinderäte zwischen Sonne und Eis


Aus vier Gemeinden trafen sich Gemeinderäte und Vertreter von Vereinskartellen zum Eisstockturnier. Diesjähriger Gastgeber war die Gemeinde Zumikon.


Es lag eine wunderschöne Morgenröte über den Gemeinden von Zumikon, Zollikon, Küsnacht und Erlenbach. Für das an diesem Tag anstehende Eisstockturnier auf der KEK zeichnete sich endlich ­wieder einmal Sonne ab. Jede der vier Gemeinden sowie die jeweiligen Vereinskartelle stellten für das 28. intergemeindliche Eisstockturnier ein eigenes Team. Die bespielte ­Eisfläche war hierfür extra mittels einer Nagelwalze eingeritzt worden, um sie weniger rutschig zu machen. In Winterkleidung trafen die Spieler frühmorgens auf dem bestens präparierten Eis ein. Der Eisstock-Club Zollikon-Küsnacht stand mit fachkundiger Betreuung zur Seite und war für Spielleitung und Schiedsrichter zuständig.

Beim Eisstocksport versuchen die Spieler einer Mannschaft im Verlauf des Spiels, ihre Stöcke so nahe als möglich an den Zielort, der sogenannten Daube, zu platzieren, andere zu treffen und zu verschieben sowie diverse Kombinationen auszulösen. Durch ein differenziertes Punktesystem wird die Siegermannschaft ermittelt. Langsam steigt die Sonne hinter der Eishockeyhalle der KEK auf und erwärmt nicht nur das Eis, sondern auch die Gemüter der Anwesenden. In der Kaffeepause im Restaurant stärken sie sich für die nächsten Partien. Zur Halbzeit kann die Mannschaft des Vereinskartells Zollikon die meisten Punkte erzielen und führt in der Hälfte des Turniers die Rangliste an.

Organisiert wurde das Turnier dieses Jahr vom Gemeindeverein Zumikon. Vereinspräsident Urs Keller sieht das Turnier als Möglichkeit, auch einmal über die eigene Gemeinde hinauszublicken: «Das Ziel von heute ist es, auch die Kollegen der benachbarten Gemeinden besser kennenzulernen, um in Zukunft zu wissen, auf wen man zugehen kann.» Das Team der Gemeinderäte von Zumikon hatte am diesjährigen Turnier ein klares Ziel vor Augen: «Wir wollen einfach nicht wie vergangenes Jahr auf dem letzten Platz landen, aber auch nicht unbedingt auf dem ersten. Solange dies gelingt, haben wir unser sportliches Ziel für heute erreicht», sagt der Gemeindepräsident Jürg Eberhard. Dieses Ziel sollten er und sein Team mit der Belegung des zweiten Platzes am Ende des Turniers noch erreichen. Noch gab es aber vier Runden zu spielen und die kalte Eisfläche wurde zunehmend von einer freundlich scheinenden Morgensonne aufgesucht. Für die Gemeindepräsidentin von Zollikon Katharina Kull-Benz ist das Mitmachen schon eine Selbstverständlichkeit: «Für mich ist das Turnier immer wieder eine Möglichkeit, die Kollegialität auch zwischen den Gemeinden zu pflegen und zu fördern.» Zusammen mit Marc Raggenbass, Bernhard Ecklin und Sascha Ullman bildete sie das Team des Gemeinderats Zollikon. Schon während der letzten beiden Runden zeichnete sich die Mannschaft des Vereinskartells Zollikon als Sieger ab. Mit dem Schluss­resultat von 5:1 erspielte sich das Team, bestehend aus Alexander Spaar, Moritz Würsch, Peter Eptinger und Beth Biedermann, den ersten Platz. «Wir sind halt langsam ein eingespieltes Team und jeder von uns kannte seine Stärken. Dies hat uns dann auch zum Sieg geführt», freut sich Alexander Spaar. An der Rangverkündigung durfte sich die Mannschaft feiern lassen. Dass der Turnierpokal dabei beim letztjährigen Sieger liegengeblieben ist und daher nicht überreicht werden konnte, spielte nur eine nebensächliche Rolle. (lvm)

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