Zumikon

Grünes Licht für neue Seniorenwohnungen

Die nächste Hürde zu neuen Alterswohnungen im Dorf­zentrum ist genommen: Der Kanton hat die Umzonung der Farlifang-Wiese hinter dem Gemeindehaus genehmigt.

Der Bau von Seniorenwohnungen wird wahrscheinlicher. Kurz vor Weihnachten hat der Kanton grünes Licht gegeben, damit das Grundstück Farlifang in Zumikons Dorfkern bebaut werden kann: Das Grundstück wird von der Erholungszone der Zone für öffentliche Bauten zugewiesen. Mit dieser Umzonung kann die Gemeinde ihre Planung für neue Alterswohnungen an zentraler Lage angehen. Ein konkretes Projekt liegt noch nicht vor. Der Gemeinderat werde nach Ablauf der 30-tägigen Einsprachefrist und der notariellen Beglaubigung des Grundstücks entscheiden, wie es weitergeht. «Denkbar ist das Einsetzen einer Arbeitsgruppe, um die verschiedenen Vorstellungen und Ideen für Anforderungen an den Bau, Wünsche und Bedürfnisse zu bündeln», erklärt Gemeindeschreiber Thomas Kauflin das mögliche Vorgehen seitens der Gemeinde.

Der Kaufvertrag für das knapp 3000 Quadratmeter grosse Grundstück für 3,3 Millionen Franken war bereits vor einem Jahr unterzeichnet worden. Er beinhaltete aber zwei Vorbehalte: Erstens, dass die Gemeindeversammlung den Vorschlag annimmt, zweitens, dass eine Umzonung erreicht werden kann. Beide Voraussetzungen sind nun gegeben. Im vergangenen Mai hatte die Gemeindeversammlung dem Kauf der Farlifang-Wiese für die Erstellung von Alterswohnungen zugestimmt. Dies vor dem Hintergrund, dass die Wohnungen der Genossenschaft Alterswohnungen Zumikon (AWZ) sanierungsbedürftig sind. «Mit der Verlegung von seniorengerechtem Wohnraum an die zentrale Lage soll auch die Attraktivität des Dorfplatzes gesteigert werden», hiess es damals im Abstimmungstext zur Vorlage.

Investor wird gesucht

Beim Kaufpreis von 3,3 Millionen Franken für das Grundstück hinter dem Gemeindehaus handelt es sich um einen Bruttobetrag. Die Nettokosten belaufen sich auf 2,6 Millionen Franken nach dem Rückfluss von Grundstückgewinnsteuern und Vermögensnachbesteuerung in die Gemeindekasse. Ein Teil der Kosten solle mit dem späteren Verkauf des Grundstücks am Thesenacher refinanziert werden, erläutert der Gemeindeschreiber. «Der Neubau ist eine elegante Nachfolgelösung», hält er fest, «während er realisiert wird, haben wir den alten Standort Thesenacher noch immer zur Verfügung.» Für die rund 30 Bewohner der AWZ müsse somit keine Alternative gesucht werden. Wie hoch die Mietkosten für die neuen Wohnungen zu liegen kommen, wird sich zeigen. Es sei klar, dass die neuen Wohnungen an zentraler Wohnlage nicht zu den gleich günstigen Konditionen an­geboten werden können wie die sanierungs­bedürftigen im Thesen­acher, sagt Thomas Kauflin: «Das wäre unrealistisch.» Ebenso klar sei aber, dass auch mit der notwendigen Sanierung die Mietkosten höher geworden wären. Konkrete Aussagen zur angepeilten Mieterschaft für die vorgesehene neue Überbauung Farlifang könnten noch keine gemacht werden. «Wir haben nun in Ruhe Zeit zum Planen und umfassend Abklären», so der Gemeindeschreiber. Vorgesehen ist, dass die Gemeinde das Projekt nicht selber stemmen, sondern von einer Drittpartei realisieren und betreiben lassen will. (bms/mmw)

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