Zollikon

Die neuen Volljährigen willkommen geheissen

Im Rahmen der Jungbürgerfeier lud die Gemeinde Zollikon vergangenen Freitag alle Jungbürger in den Gemeindesaal ein. Rund 60 junge Frauen und Männer folgten der Einladung und freuten sich, mit ehemaligen Schulkollegen auf ihren neuen Lebensabschnitt anstossen zu können.

Mit dem Erlangen des 18. Lebensjahrs öffnen sich einem viele Türen: Nun kann die Fahrprüfung absolviert werden und an den Wochenenden stehen mehr Ausgehmöglichkeiten zur Verfügung. Gleichzeitig beginnt jedoch der Ernst des Lebens: Man muss Verantwortung für das eigene Tun und Handeln übernehmen und ist verpflichtet, Steuern zu bezahlen. Organisiert wird Zollikons Jungbürgerfeier, die alle zwei Jahre stattfindet, von der Kulturkommission. Zum diesjährigen Fest waren die Jahrgänge 1998 und 1999 sowie die im Januar bis April geborenen Jugendlichen des Jahrgangs 2000 eingeladen.

Starkes Gemeinschaftsgefühl bei den Jungbürgern

Zu Beginn des Abends wurden die Jungbürger mit einem reichhaltigen Apéro begrüsst. Dabei bot sich den Jungen die Gelegenheit, mit ehemaligen Schulkollegen ins Gespräch zu kommen. Dies war auch für viele der Hauptgrund, weshalb sie der Einladung zur Jungbürgerfeier folgten. So auch für die 18-jährige Martina Hammer: «Ich freue mich, alte Freunde aus der Sek und der Primarschule wiederzusehen.» Aus demselben Grund nahm auch Mauricio Schuppli aus dem Zollikerberg an dem Anlass teil. «Es ist schön, dass die Gemeinde so etwas organisiert. Solche Anlässe fördern den Zusammenhalt im Dorf, obwohl ich finde, dass dieser in Zollikon eigentlich sehr stark ist.» Dem schliesst sich Mick Arbenz aus der Rehalp an. Das Gemeinschaftsgefühl in der Gemeinde sei sehr gut. Zudem gefällt dem 19-Jährigen die Lage seines Wohnorts: «Zollikon ist stadtnah und trotzdem nicht voll im Getümmel.»

Kontroverse Meinungen bezüglich der Angebote für Junge

Nicht so einig sind sich die Jungbürger dagegen, wenn es um Angebot für die Jungen in der Gemeinde selbst geht. Martina Hammer empfindet die Auswahl als sehr vielfältig. So zählt sie beispielsweise Möglichkeiten wie die Pfadi, den Samariter-Verein, den SC Zollikon oder die Musikschule auf. Dieser Meinung ist auch Mauricio Schuppli: «Wenn man sich beteiligen will, hat es auf jeden Fall genügend Vereine. Die Kirche ist beispielsweise sehr aktiv.» Anders sieht das die 17-jährige Linn Blöchlinger: «Ich vermisse eine Disco oder eine Bar in Zollikon.» Auch für Hilja Sibaja könnte in der Gemeinde mehr los sein: «Ab und zu läuft hier nicht so viel, Zollikon ist eher ein Dorf für ältere Leute.» Zudem würde sie eine breitere Palette an künstlerischen Kursangeboten in Zollikon begrüssen. Die Musikschule sei zwar sehr aktiv, jedoch würde sie sich etwas wünschen, wo es mehr Gleichaltrige habe. Nach dem Apéro folgte eine kurze Ansprache der Gemeindepräsidentin Katharina Kull-Benz. Sie erläuterte, welche Rechte und Pflichten mit der Volljährigkeit einhergehen und animierte die Jungen dazu, aktiv ihre Zukunft mitzugestalten. So beispielsweise im Hinblick auf die Gemeindeversammlungen, wo eine grössere Teilnahme der Jungbürger sehr im Sinne von Kull-Benz wäre.

Endlich machen können, was man will

Wenn man sich bei den jungen ­Zollikern umhörte, von welchen Privilegien sie mit ihrer Volljährigkeit als erstes Gebrauch machen möchten, zeigten sich ganz unterschiedliche Prioritäten: So freut sich Mauricio Schuppli besonders aufs Auto- und Töfffahren, Mick Arbenz über sein neu erlangtes Stimmrecht, und Martina Hammer im Allgemeinen, dass sie «machen darf, was sie will». Abgerundet wurde der Abend mit einem mediterranen Buffet, welches Risotto, Hackbraten, Gemüse und unzählige weitere Köstlichkeiten zu bieten hatte. Doch nicht nur für das Kulinarische war gesorgt: Für die musikalische Unterhaltung sorgte ein Trio, bestehend aus ­Marius Peyer, Eric Hunziker und Christian Rösli. Mit diversen Songs aus R&B, Jazz und Rock trugen  die Musiker zu einem gelungenen Abend bei. (cdv)

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