Zollikon

Ein neuer Pionier ist eingezogen

Die Feuerwehr Zollikon präsentiert morgen Samstag ihr neustes Mitglied: ein Pionierfahrzeug, wie es nicht jede Feuerwehr kennt.

Eugen, Fidel, Fridolin und Veronika bekommen Zuwachs. Sozusagen einen grossen Bruder – oder aber eine grosse Schwester. Seit etwas mehr als einer Woche steht das neue Pionierfahrzeug der Feuerwehr Zollikon im Depot an der Bergstrasse. Mit drei Metern dreissig Höhe und fast acht Metern Länge ein mächtiger Wagen. «Unser altes Pionierfahrzeug wäre nächstes Jahr dreissig Jahre alt geworden», erklärt Kommandant John Elben. Und auch das Öl- und Chemiefahrzeug, genannt OC, wäre nächstes Jahr für eine Erneuerung fällig gewesen. Aus diesem Grund schlug die Zolliker Feuerwehr gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Ein Fahrzeug nämlich, das quasi zwei in einem ist. So ist das Pionierfahrzeug, welches ein zentrales Einsatzmittel der Zolliker Feuerwehr, ist eben auch ein Öl- und Chemiefahrzeug.

Die Gemeindeversammlung hiess die Anschaffung des neuen Fahrzeuges vor zwei Jahren gut. «Es gibt Fahrzeuge, die von der Gebäudeversicherung Zürich (GVZ) subventioniert werden», erklärt der Kommandant. So etwa das Tanklöschfahrzeug Fridolin oder eben das Öl- und Chemiefahrzeug Willibald. Kein Geld gebe es hingegen für das Pionierfahrzeug. «Deshalb brauchte es die Zustimmung für den Kredit von der Gemeindeversammlung», fährt John Elben fort und zeigt sich dankbar. Denn er weiss: Nicht jede Feuerwehr kann sich so ein Fahrzeug wie Zollikon leisten.

Der Kaufpreis der Neuanschaffung beträgt 471 000 Franken, wobei 125 000 Franken von der GVZ für den OC berappt wird. Nicht ohne Stolz erzählt der Kommandant, dass er und seine Kameraden das neue Pionierfahrzeug von Grund auf selber zusammengestellt hätten. So kommt das neue Fahrzeug mit einem komplett neuen Beleuchtungskonzept mit LEDs daher, die nicht wie bis anhin üblich über einen Nebenantrieb ab Motor laufen, sondern über Batterien. Besonderen Wert hätten sie auch auf das von John Elben genannte «Wägeli-Konzept» gelegt, das in der Fachsprache Roll-Modul heisst: Das Pionierfahrzeug ist ausgestattet mit fünf verschiedenen Modulwägelchen, worin das gesamte Material, geordnet nach Themenbereich, untergebracht werden kann. So wird alles Material für die Strassen­rettung beisammen gelagert, ebenso jenes für den Atemschutz oder aber für die Ölbindung. «Das erlaubt es uns, in Zukunft noch effizienter zu arbeiten, denn die Abläufe werden noch schneller sein», freut sich John Elben.

Und wie der Familienzuwachs von Eugen, Fidel, Fridolin und Veronika denn nun heissen wird, das erfährt, wer morgen Samstag ins Feuerwehrdepot an der Bergstrasse geht. Um 12 Uhr wird das neue Pionierfahrzeug getauft, den Namen will der Feuerwehrkommandant noch nicht verraten. Wir finden ja, aufgrund seiner Ordentlichkeit und seiner Multitasking-Fähigkeit hat das Fahrzeug einen Frauennamen verdient. Wir sind gespannt… (mmw)

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