Zumikon

Ein leeres Lehrschwimmbecken

Was passiert mit dem leer­stehenden Schwimmbecken? Schulleiter Philipp Apafi hofft auf die Eltern, das Eltern­gremium und Initianten, um doch noch zu einer Aula zu kommen.

Eine Aula für die Juch-Schule wollte sich die Gemeinde nicht leisten. Das ist das Ergebnis der jüngsten Gemeindeversammlung. «Aber wir können es uns auch nicht leisten, diesen Raum leer stehen zu lassen», unterstreicht Schulleiter Philipp Apafi. Der Raum: Das steht für zwei Garderoben, eine WC-Anlage, einen Duschraum, einen Vorraum und die Schwimmhalle. Der Schulleiter war im Vorfeld der Abstimmung eigentlich vorsichtig optimistisch gewesen.An den Elternabenden hatte er persönlich für die Aula und den Kredit in Höhe von knapp drei Millionen Franken geworben. «Und ich habe von den Eltern gute Resonanzen erhalten. Viele sagten mir, dass sie eigens wegen des Geschäfts an die Gemeindeversammlung gehen wollten», erinnert er sich. Doch es waren dann nur wenige Eltern präsent und so wurde der Antrag der Rechnungsprüfungskommission, den Kredit zu verweigern, knapp angenommen.

Weiter guten Mutes

Nach dem ersten Lecken der Wunden ist Philipp Apafi aber schon wieder guten Mutes. Er hofft, dass in naher Zukunft erneut den Zumiker Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern ein neu überdachtes Projekt vorgelegt werden kann. So hat sich auch das Elterngremium, das sich vergangene Woche erstmals in neuer Besetzung traf, mit dem Thema befasst. Den Vorwurf der RPK, dass auch der Lift nur zum Erreichen der Aula gebaut worden sei, weist Philipp Apafi streng zurück. «Der ist einerseits für den Hauswart, der Maschinen quer durchs Haus bewegen muss, zudem ist unsere Schule dadurch behindertengerecht und kann einen Beitrag zur Integration leisten.» Aber: Mit dem Lift ist eben auch das Lehrschwimmbecken zu erreichen – ebenso wie über die Treppe in der Turnhalle. Durch die bodentiefen Fenster, die auf einen begrünten Innenhof gehen, könnte auch noch ein Zugang von aussen erfolgen. «Man könnte hier nach einem Theaterstück noch wundervoll einen ­Apéro unter Bäumen anbieten», schwärmt er.

Beitrag zur Integration

Klar ist: Er möchte die Aula – in welcher Form auch immer – für seine Schüler und Lehrer. «Mit diesen Räumen gar nichts anzufangen, wäre doch wirklich Perlen vor die Säue werfen», unterstreicht Ina Meyer, Leiterin der Sonderpädagogik. «Vielleicht war vielen Eltern nicht bewusst, was diese Aula für ihre Kinder bedeuten könnte.» Und genau deswegen begrüsst Philipp Apafi, dass im kommenden Jahr eine Gemeindeversammlung an einem Samstagvormittag mit Kinderbetreuung stattfindet. Fakt ist aber aktuell: Mit dem Nein zu dem Kredit hat die Versammlung nicht ganz aufs Geldausgeben verzichtet: Auch wenn die Halle leer steht, muss sie unterhalten werden. (bms)

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