Zumikon

Aula statt Schwimmbad

In Zumikon wird an der Gemeindeversammlung über den Umbau des Lehrschwimmbeckens im Juch in eine Aula abgestimmt.

Mit der eindringlichen Bitte, sich zu informieren, eine Meinung zu bilden und an die Gemeindeversammlung zu kommen, wandte sich Schulpräsident Andreas Hugi mit einem Schreiben an die Zumiker Elternschaft. Schliesslich geht es an der Versammlung auch darum, ob die Juch-Schule demnächst eine Aula haben wird oder nicht. Kostenpunkt: 2,8 Millionen Franken. «Nice to have» verurteilen Gegner das Projekt. «Notwendig» dagegen finden es Andreas Hugi und auch Schul­leiter Philipp Apafi. Seitdem die ­bisherige Aula – der eigentliche Singsaal – im Jahr 2013 aus feuertechnischen Gründen in ein Klassenzimmer umgewandelt werden musste, verfügt die Schule über keinen Raum, in dem Theaterprojekte oder Konzerte oder Ähnliches stattfinden können. Immer mal wieder weicht die Schule in den Gemeindesaal oder den Singsaal am Farlifang aus – befriedigend sei das nicht. Immerhin finden im Singsaal gerade mal 60 Personen Platz. Die Schülerzahl in Zumikon liegt schon bei 300. Dass die Schule überhaupt über ein ehemaliges Lehrschwimmbecken verfügt, das jetzt zu einer Aula umgebaut werden könnte, ist eigentlich ein Luxus. Vor 1970 – ehe die Juch-Schule gebaut wurde – wurden die Schüler mit Bussen zu umliegenden Schwimmbädern gefahren, und das unter grossem zeitlichen Aufwand. Mit der Schule kam das eigene Schwimmbecken, allerdings wurde nur drei Jahre später das Juch-Bad direkt nebenan gebaut. «Wären die Neubauten zeitlich andersherum hochgezogen worden, wäre niemand auf die Idee gekommen, dass wir ein eigenes Schwimmbecken bräuchten», erinnert Philipp Apafi. Nun aber gibt es den Raum.

Raum vielseitig nutzbar

Zu teuer, zu viel Technik: Das sind die Argumente der Gegner der Investition. Dem kontert Andreas Hugi: «Indem die Tiefe des früheren Schwimmbeckens genutzt wird, kann der Nachteil der bestehenden niedrigen Decke geschickt in einen Vorteil verwandelt werden.» Mittels eines in der Höhe regulierbaren Bodens werde unter anderem eine Nutzung als Konzertsaal, Theaterarena oder Konferenzraum mit Platz für 300 Personen möglich. Zudem seien die 2,8 Millionen Franken im Investitionsplan der Gemeinde eingeplant und sauber evaluiert worden. Auch wenn die Versammlung den Kredit nicht bewilligen sollte, werden Kosten anfallen, und zwar für Rückbau und Unterhalt. Stimmen die Bürger dem Antrag zu, könnte – da fast ausschliesslich in der Ferienzeit gearbeitet werden kann – die Aula im Schuljahr 2019/2020 eingeweiht werden. (bms)

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