Zollikon

Neues Betreuungshaus für die Schule Rüterwis

Die Schülerinnen und Schüler vom Rüterwis bekommen spätestens 2024 einen Neubau. Das alte Betreuungshaus könnte für ein Pilotprojekt genutzt werden.

Bis 2025 erreichen die Schülerzahlen in einigen Kantonen historische Höchststände, wie aus dem Schweizer Bildungsbericht hervorgeht. Im Extremfall wird ein Anstieg um 20 Prozent erwartet. Auf diese Prognosen reagiert jetzt auch Zollikon: So soll in der Schule Rüterwis im Zollikerberg ein neues Betreuungshaus entstehen. Da die Planung aber just erst begonnen hat, ist vermutlich nicht mit einer Einweihung vor 2024 zu rechnen. Die Schule hat einen Architektenwettbewerb für den Neubau auf einer benachbarten Wiese ausgeschrieben. Am 5. Juli sollen maximal acht Entwürfe präsentiert werden. Entscheiden werden aber letztlich die Zollikerinnen und Zolliker, und zwar auf der Gemeindeversammlung im Juni kommenden Jahres, wenn es um den Projektierungskredit geht.

In den Bedingungen des Wettbewerbs ist bereits festgelegt, dass der Bau nicht mehr als 7,5 Millionen Franken kosten darf. atürlich würde Schulpräsidentin Corinne Hoss gerne schon früher ein neues Betreuungshaus eröffnen. «Aber die Abläufe sind langsam. Vom Beginn der Planung bis zur Fertigstellung des neuen Kindergarten- und Musikschulgebäudes sind fast zehn Jahre vergangen», erklärt sie. «Die langen Fristen machen eine frühere Eröffnung extrem schwierig» Gemäss Prognosen des Bildungsberichts stagnieren die Schülerzahlen nach 2025 auf hohem Niveau. «Somit wären wir dann auf der sicheren Seite», führt die Schulpräsidentin weiter aus.

Das erste Schulhaus im Zollikerberg

Auf rund 1200 Quadratmetern sollen zehn Multifunktionsräume, vier Büros und Nebenräume entstehen. In den neuen Räumlichkeiten könnten maximal 250 Mädchen und Buben zeitgleich betreut werden. Die maximal 180 Kinder, die aktuell von rund 20 Mitarbeitenden betreut werden, sind zurzeit auf den Hort, die alte Schulwartwohnung und einen Container verteilt. Was nach dem Umzug mit diesen Räumen passierten soll, steht noch nicht fest. Immerhin handelt es sich bei dem Hort um das allererste Schulhaus im Zollikerberg. Schon vor zwei Jahren hatte es einen Architektenwettbewerb zum Umbau des alten Schulhauses gegeben. «Den haben wir abgebrochen, als wir feststellten, dass wir mit dem Geld auch einen Neubau finanzieren können», erklärt Corinne Hoss. Denn trotz einer Renovation wäre es immer ein altes Haus geblieben. Für die Räume hat sie eine andere Vision: Im Rahmen eines Pilotprojekts könnte eine Tagesschule einziehen. «Die Tagesschule kommt auf uns zu, wir könnten da schon einmal testen, was funktioniert und was nicht», erläutert sie die Idee.

Im Dorf funktioniert die Betreuung dank Beugi

Die Betreuung im Dorf – in der Schule Oescher – funktioniert zurzeit noch. Aber nur, weil die Räume des Schulhauses Beugi mitgenutzt werden können. Zu Spitzenzeiten werden 220 Schülerinnen und Schüler betreut. «Die Kinder der Mittelstufe gehen zur Mittagsbetreuung ins Beugi. Das hat sich absolut etabliert», führt die Schulpräsidentin aus. Wenn das wegfiele, müsste ein Container auf der Schulanlage platziert werden. Ganz anders die Situation in Zumikon. «Dank unserer drei sehr grosszügigen Standorte haben wir noch Kapazitäten», betont Schulleiter Philipp Apafi. Die Chindsgi-Kinder sind im Farlifang untergebracht, die Mittelstufe hat ein altes Bauernhaus am Rietacher und die Unterstufe befindet sich im Neubau im Juch, der im August 2013 eröffnet wurde. Hier ist auch die schuleigene Küche untergebracht. Ein Anstieg der Zahlen würde bei diesem Raumangebot keinerlei Problem darstellen. «Das Betreuungsangebot wird sehr gut angenommen, da dank des Modulsystems jeder ein individuell passendes Programm zusammenstellen kann», erläutert Philipp Apafi. Dafür sind 22 Mitarbeitende unter der Leitung von Bettina Berger im Einsatz. Im Extremfall können die Mädchen und Jungen von 7 Uhr morgens bis 18.30 Uhr am Abend betreut werden. (bms)

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