Zumikon

Junges Gewerbe anlocken

Die neue Bau- und Zonenordnung basiert auch auf der Bevölkerungsentwicklung. Diese zeigt: Zumikon ist alt.

Anlass für die neue Bau- und Zonenordnung, die noch bis zum 9. Mai öffentlich im Gemeindehaus ausliegt, ist auch die Bevölkerungsentwicklung: Ende 2015 lebten 5’168 Einwohner in Zumikon. In den vergangenen 15 Jahren stieg die Bevölkerungszahl durchschnittlich um 36 Einwohner pro Jahr. Damit lag das Wachstum allerdings noch unter dem kantonalen und regionalen Durchschnitt. Überdurchschnittlich sind in Zumikon die Jungen und die Alten vertreten: Der Jugendquotient liegt bei satten 39 Prozent – im Vergleich: Im Kanton Zürich liegt dieser bei knapp 31 Prozent. Noch extremer wird es bei den Senioren: Der Altersquotient im Kanton steht auf 26,5 Prozent. In Zumikon ist er bei 48,4 Prozent. Vor allem für diese Gruppe gilt es adäquaten Wohnraum zu bauen. Zurzeit beträgt der Anteil der unbebauten Wohn- und Mischzone knapp 19 Hektar. Wird weiterhin so wie in den vergangenen Jahren gebaut, reicht dieser für weitere 30 Jahre. Das grösste Verdichtungspotenzial sieht das vorliegende Konzept in Bauten, die vor 1980 gebaut wurden. Das heisst: Werden überalterte Einfamilienhäuser abgerissen, entsteht Raum für mehrere Wohnungen. Auch möchte die neue Bau- und Zonenordnung das Dorf attraktiver für alle Altersgruppen machen. Gelingen soll dies unter anderem durch aufgewertete Plätze, durch Förderung des Mittelstandes, durch die Aktivierung von einzelnen Gebieten für die öffentliche Nutzung. Das betrifft die Fläche im Waltikon, die Wiese unterhalb des Kirchbühls und das Feuerwehrareal, falls diese umziehen wird. Zudem sollen junges Gewerbe und Ateliers angelockt werden. Mit der Einführung einer 30er-Zone auf der Dorfstrasse soll zudem der Individualverkehr optimiert werden. Angedacht ist dort auch ein Velo-Streifen. Nicht zufrieden waren die Planer mit der aktuellen Situation der Inter-Community-School (ICS). Sie verteilt sich aktuell über verschiedene Standorte mit Gewerbegebiet Schwäntenmos sowie in den Schulungsräumlichkeiten entlang dem Strubenacher. Diese Durchmischung von Schulnutzung und Gewerbezone fanden die Ortsplaner unbefriedigend. Es wird nun eine Standortkonzentration auf den Schulgrundstücken nördlich des Strubenachers angestrebt. Um nun zusätzlichen Schulraum zu schaffen, soll ein Streifen des Erholungsgebiets der Zone für öffentliche Bauten zugewiesen werden. (bms)

Anzeige