Zollikon

Ist die Wirtschaft zur Höhe schützenswert?

Die Bauausschreibung für den Neubau anstelle der Wirtschaft zur Höhe liegt vor. Noch ist aber offen, ob es sich beim Haus nicht um ein schützenswertes Objekt handeln könnte.

Seit Anfang Januar sind die Türen der Wirtschaft zur Höhe nahe der Zolliker Allmend geschlossen. Die Liegenschaft soll einem Neubau weichen – Pläne, gegen die sich der Zürcher Heimatschutz im vergangenen Herbst wehrte (wir berichteten). Weil das Haus, das gemäss dem Heimatschutz um 1600 erbaut worden sein könnte, nicht im Inventar der Schutzobjekte von Zollikon aufgeführt ist, hatte er beim Regierungsrat eine Aufsichtsbeschwerde eingereicht, um ebendies zu erreichen. Die Aufnahme ins kommunale Inventar sei noch keine Unterschutzstellung, sondern ein Hinweis darauf, dass es sich um ein schützenswertes Objekt handeln könnte, erklärte der Heimatschutz damals. Bei Abrissplänen bestünden überhaupt erst Erfolgsaussichtenzur möglichen Erhaltung einer Liegenschaft, wenn diese im Inventar registriert sei.

Als der Heimatschutz seine Beschwerde einreichte, lag noch kein Baugesuch zum Grundstück an der Höhestrasse 73 vor. Seit zwei Wochen ist dies nun aber der Fall, die Restaurationsliegenschaft soll einem Zweifamilienhaus-Neubau weichen, die entsprechende Bauausschreibung liegt noch bis zum 7. Februar in der Zolliker Bauabteilung zur Einsicht auf. Was ist passiert? Es laufe alles optimal, sagt Martin Killias vom Zürcher Heimatschutz auf Nachfrage. Die Gemeinde Zollikon habe sich konstruktiv gezeigt und ein Gutachten in Auftrag gegeben, welches die Aufnahme ins Inventar prüft. Dies bestätigt auch Claudia Valler, Leiterin der Präsidialabteilung der Gemeinde Zollikon: «Als sich das Einreichen eines Baugesuchs abzeichnete, haben wir ein denkmalpflegerisches Fachgutachten eingeholt.» Dies sei die normale Praxis, wenn unklar sei, ob ein Umbau oder ein Abbruch schützenswerte Bauten oder Bauteile betrifft. Noch liege das Gutachten aber nicht vor, gemäss Claudia Valler soll dies aber demnächst der Fall sein.

Unterschriften werden gesammelt

Unabhängig vom Befund des Gutachtens hat Felix Wirz, Präsident der EVP Zollikon, eine Petition gestartet für den Erhalt der Liegenschaft. Er möchte damit, wie er sagt, den Druck auf die Gemeinde erhöhen. «Die Liegenschaft muss auf jeden Fall ins Inventar aufgenommen werden»,denn nur so müsse vor dem geplanten Abbruch eine ordentliche Schutzabklärung durchgeführt werden. «Bei der Liegenschaft handelt es sich um eines der ältesten Häuser der Gemeinde», dass es nicht im Inventar der erhaltenswerten Objekte aufgeführt sei, sei ein Versäumnis. (mmw)

 

Die Petition ist verfügbar unter: https://www.dropbox.com/sh/ica9entk9hxjngb/AACRTu8Gzn2I-xzDg4IZFtbJa?dl=0

 

 

 

 

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