Zollikon

Die Carnegie Hall ruft

 

Mélanie Wullschleger reist als Solistin mit nach New York. (Bild: zvg)

Die Zolliker Sängerin Mélanie Wullschleger-Lacroix steht am Pfingstsonntag mit den «Swiss Gospel Singers» in New York auf der Bühne.

Im kommenden Frühjahr wird Mélanie Wullschleger-Lacroix, die seit sieben Jahren in Zollikon zuhause ist, als Solistin mit den «Swiss Gospel Singers» in der New Yorker Carnegie Hall auftreten. Die 31-Jährige spricht im Interview über ihren Weg und das anstehende Konzert.

Mélanie Wullschleger-Lacroix, Sie haben viele musikalische Talente. Wurden die Ihnen mit in die Wiege gelegt?

Eigentlich nein. Meine Eltern sind keine Musiker. Die Freude an der Musik ist wirklich intrinsisch bedingt. Ich habe schon ganz früh angefangen zu singen und zu tanzen. Mit 13 bekam ich endlich die ersten Gesangsstunden. Vorher «musste» ich Klavier lernen, wovon ich später natürlich profitiert habe.

Sie haben einen ganz breiten musikalischen Background. Was singen Sie am liebsten?

Das ist schon der Bereich Musical-Gospel-Pop. Das kommt von der ersten Minute an von Herzen. Klassik oder Jazz muss ich mir härter erarbeiten. Deswegen freue ich mich natürlich umso mehr auf das Gospel-Projekt.

Wie wurden Sie als Solistin angefragt?

Da kommt dann doch meine Mutter ins Spiel. Sie singt schon lange im Kilchberger Gospelchor, der von Christer Løvold dirigiert wird. Er ist gleichzeitig auch Gründer und musikalischer Leiter der «Swiss Gospel Singers». Løvold hat mir von der Reise zur Carnegie Hall erzählt und mich gefragt, ob ich als Solistin mitkommen würde. Da habe ich sofort zugesagt.

Sie arbeiten als Englisch- und Französischlehrerin an der Kantonsschule Enge. Warum nicht als Gesangslehrerin?

Da habe ich überhaupt nie drüber nachgedacht. Die Musik ist meins. Vielleicht will ich die nicht teilen oder durch einen Lehrplan die Faszination verlieren.

Wer sind die Swiss Gospel Singers?

Das sind 100 Sängerinnen und Sänger, rekrutiert aus mehreren Chören, angereichert mit Solisten wie mir.

Haben Sie Angst, dass die Chorsänger nicht die nötige Qualität mitbringen?

Absolut nicht. Bei so einem Projekt macht man nicht mit, wenn man sich sonst eher in einem Chor versteckt. Wir haben alle einen grossen Anspruch. Auch Christer Løvold als Leiter steht für Top-Niveau.

Wenn Sie an den Pfingstsonntag denken, an dem Sie in New York auftreten, kommt dann schon ein bisschen Lampenfieber hoch?

Ich hoffe, dass ich vor dem Auftritt Lampenfieber habe und die Schmetterlinge im Bauch flattern werden. Dann weiss ich, dass ich den Auftritt selber geniessen kann. Bin ich vorher von anderen Sachen abgelenkt, kommt die Aufregung im schlimmsten Fall erst auf der Bühne.

Es stehen einige gemeinsame Proben an – ein grosser logistischer Aufwand. Und das alles nur für einen einzigen Auftritt?

Nein. Wir planen über New York hinaus. Die «Swiss Gospel Singers» sollen auch danach weiter bestehen. Geplant sind bereits mehrere Konzerte im In- und Ausland, unter anderem auch mit namhaften Künstlern. Um die Reise nach New York in die Carnegie Hall zu ermöglichen, suchen die SwissGospel
Singers noch nach Gönnerinnen und Gönner.

Informationen dazu gibt es auf der Spendenseite des Chors:
wemakeit.com/projects/gospel-choir-in-new-york

 

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