Zollikon

Das Schulhaus Oescher singt Adventslieder

Nächsten Mittwoch geben die Schülerinnen und Schüler der Schule Oescher zwei Adventskonzerte im Zolliker Gemeindesaal.

Langsam füllt sich die Aula im Oescher B. Immer mehr Schüler der Unter- und Mittelstufe drängen hinein. Was vorher auf dem Pausenplatz vergnügt herumgetobt ist, verwandelt sich nun in aufmerksame Adventssängerinnen und -sänger. Man setzt sich im grossen Halbkreis auf den Boden, die Lehrerschaft des Oescher B dahinter. Vorne erwarten Michael Gohl, der Leiter der Musikschule, und Lehrer Adrian Michael die Kinder. Zuerst startet Michael Gohl ein kleines Lockerungstraining. Und gibt dann Anweisungen für den Auftritt auf der Bühne. Immer lächeln, nicht ablenken lassen, immer konzentriert sein, damit niemand einen Einsatz verpasst. Dann beginnt die Show. 21 Lieder zum Advent, darunter bekanntere und unbekanntere, bietet der riesige Schülerchor am 14. Dezember seinem Publikum. Besinnliches und Fröhliches, Langsames und Beschwingtes in den verschiedensten Sprachen. «Wir haben bei der Auswahl auf ein breites Spektrum geachtet», erklärt Adrian Michael, «und auch darauf, dass sich klassische und modernere Adventslieder abwechseln.» Das ist gut gelungen, wie sich der Zolliker Bote beim Besuch einer Probe überzeugen konnte.

«Alleluja», nach einem Motiv von Mozart, bringt gleich würdige Adventsstimmung in die Aula. Während beim Kanon «All praise» die Schülerschar durch ihre Synchronizität überzeugt und sich vom englischen Text nicht aus der Ruhe bringen lässt. Es folgen Lieder im Dialekt. Und Lieder, bei denen die Kinder eine schon beinahe perfekte Choreographie hinlegen. Französische Lieder – und ein grandioses «Tu scendi dalle stelle», ebenso wie «Noël Noël», das mit seinem unüberhörbaren Calypso-Sound an Harry Belafonte erinnert. «Adorar al niño» ist für Freunde des Spanischen und mit «Hambani kahle» unternimmt das Oescher sogar eine Reise nach Afrika.

Grosse Geduldsprobe für die Kleinen

Langsam werden die Kleineren etwas zappelig. Die Probe dauert jetzt schon eine gute Stunde. Und es ist volle Konzentration nötig. Aber das Resultat ist überzeugend. Der Chor ist unglaublich stimmgewaltig – dabei sind erst rund die Hälfte der Stimmen am Proben. Denn am Adventskonzert singen ja auch noch die Schüler des Oescher A. Daraus resultiert dann ein Chor mit rund 350 Kindern.

Die Probe ist beendet. Der bisher so disziplinierte Chor verwandelt sich wieder in hinausstürmende Kinder. Nur die Solistinnen stehen am Klavier beim Leiter der Musikschule und üben nochmals die heiklen Passagen. Der Chorleiter ist zufrieden mit der Probe. «Die einzelnen Klassenlehrer haben heute gesehen, was sie mit ihren Klassen noch üben müssen», erklärt er. «Dafür war die heutige Probe gedacht, jetzt geht es noch um das Fein­tuning innerhalb der einzelnen Klassen.» (wn)

Die Platzzahl für die beiden Konzerte wurde aus feuerpolizeilichen Gründen beschränkt. Der Eintritt ist nur mit Tickets möglich, welche bereits an die Familien der Schülerinnen und Schüler abgegeben wurden.

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