Zollikon Zumikon

«Wir könnten es zu etwas bringen»

Im Rahmen des SPH-Band­contests setzte sich die fünfköpfige Band «The String» kürzlich im Regionalfinale gegen ihre Konkurrenten durch und belegte den ersten Platz. Nun ziehen die Jungs aus Zumikon, Zollikon und Maur ins Halbfinale ein. Und dies trotz eines verpatzten Auftritts. Wir trafen den Zumiker Leadsänger Simon Fuhrer zum Interview.

Interview: Carla De-Vizzi

Simon Fuhrer, am 14. Oktober habt ihr euch im Regionalfinale gegen sieben andere Bands durchgesetzt und den ersten Platz geholt. Wie war das für euch?

Auf jeden Fall toll! Doch wirklich zufrieden mit unserer Leistung war ich nicht. Das Ergebnis setzt sich jeweils zu 50 Prozent aus den Stimmen des Publikums und zur anderen Hälfte aus den Voten einer Fachjury zusammen. In den vorherigen Runden belegten wir jeweils in beiden Kategorien den ersten Rang. Dieses Mal erhielten wir von den Fans die beste Bewertung, bei der Beurteilung der Fachjury belegten wir jedoch den zweitletzten Platz.

Woran lag es, dass ihr dieses Mal bei der Fachjury-Bewertung so schlecht abgeschnitten habt?

Wie hatten auf der Bühne ein paar Schwierigkeiten. Zudem konnten wir vor dem Auftritt nicht so oft proben, da es sich zwei Bandmitglieder nicht einrichten konnten. So kam es, dass wir etwas ungenügend vorbereitet auf die Bühne mussten. Wir konnten das Publikum zwar mitreissen und für uns gewinnen, doch trotzdem war unser Auftritt nicht fehlerfrei. Da die Jury dieses Mal professioneller war, sind ihr diese musikalischen Unfeinheiten natürlich nicht entgangen. Doch das ist verständlich, ich war ebenfalls nicht zufrieden mit unserem Auftritt. Vor allem, da ich weiss, dass wir schon um Welten besser gespielt haben.

Wo siehst du Verbesserungspotential?

Wir müssen alle noch präziser spielen. Zudem könnten die Gitarristen noch etwas mehr Bühnenpräsenz zeigen. Eine Steigerung gibt es immer.

Am 24. November findet nun das Halbfinale in Luzern statt. Wie schätzt ihr eure Chancen ein?

Die sieben anderen Bands, gegen die wir uns beweisen müssen, spielen alle «Metal». Soviel ich weiss, sind die meisten Gruppen sehr gut. Doch da wir – mit unserem eher alternativen und ganz eigenen Stil den Zuhörern einen Kontrast bieten – könnte es sein, dass wir dem Publikum im Gehör bleiben.

Was zeichnet euer «ganz eigener Stil» aus?

Die Musikstilrichtung, die wir anbieten, ist neu. Es ist eine Eigenkreation von uns. Wir spielen nicht den klassischen Indie-Rock- oder Hard-Rock-Sound, wir haben einen besonderen Stil, den die Masse noch nicht kennt. Auch unser Charisma auf der Bühne hebt uns bestimmt von anderen Bands ab – ich zum Beispiel gehe total ab und mache mich zum «Volldepp» auf der Bühne, der Gitarrist trägt – unabhängig von der Jahreszeit – immer eine Sonnenbrille und reisst das Publikum mit seinen Solos mit und unser Bassist Mick zeichnet sich durch seine ausgefallenen Anzüge aus. Obwohl wir eine zusammengewürfelte Truppe sind, harmonieren wir, wenn wir auf der Bühne stehen.

Wie sehen eure Vorbereitungen für die nächste Runde aus?

Geplant ist, mindestens einmal wöchentlich zu proben. Zudem wollen wir bei einem unserer neusten Songs, zum ersten Mal auch Background-­Gesang einbauen.

Rückblickend habt ihr nun im Rahmen des SPH-Bandcontests Einiges erlebt. Inwiefern haben sich eure Hoffnungen, Ziele oder Erwartungen aufgrund eurer bisherigen Erfolge verändert?

Wir sind auf jeden Fall ehrgeiziger geworden. Vor unserem ersten Auftritt hatten wir keine grossen Erwartungen, wir wollten es einfach auf uns zukommen lassen. Wenn wir heute eine Bühne betreten, ist unser Ziel abzuliefern, gut zu spielen und unsere Zuhörer zu animieren. Zudem rücken nun das Finale und damit auch die Aussicht auf den Hauptpreis, ein Album aufzunehmen, näher. Dies wäre natürlich eine riesige Chance für uns. Dann könnten wir unser Geld in Werbung anstatt in die Produktion von Aufnahmen stecken.

Wie siehst du die Zukunft von «The String»?

Wenn wir so weitermachen, könnten wir es sicherlich zu etwas bringen. Wir sind erst seit knapp einem Jahr eine Band und sind schon so weit gekommen. Es fragt sich nur noch, ob unsere Musik auch die breite Masse anspricht. Potential ist aber auf jeden Fall vorhanden.

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